Kostbar bewahrt ... für das Abendmahl

Oblatendose
Oblatendose
Deckel der Oblatendose
Deckel der Oblatendose

Beim Abendmahl in der St.-MagnusKirche wird heute noch eine Oblatendose aus dem Jahre 1674 benutzt. Die ovale, aus Silber vergoldete, reich mit Verzierungen versehene Dose ist ein Geschenk. Eine gekörnte Signatur im Deckelrand gibt uns darüber Kunde: Frau Margareta Catharina Kerker gebohrene Breneisen. Diese der Kirchen zum Sande Verehret.

Die ovale Dosenwand hat von innen heraus getriebene Verzierungen in Form von Blütenranken, abgebildet sind die Blüten der Narzisse, Nelke, Tulpe, Lilie, Christrose und Anemone.

Der Deckel ist ebenfalls mit Blütenranken verziert. In der Mitte ist eine Anemone zu sehen.

Die Unterseite der ovalen Dose, also die Standfläche, zeigt ein Wappen mit Helmzier. Ein Löwe hält in der linken Pranke eine brennende Fackel, in der rechte Pranke einen Kegel. Über dem Wappen befindet sich ein Helm mit Visier. Darüber ist in einer jubilierenden Positur ein Frauenkopf zu sehen mit Oberkörper und Langmütze mit Pommel; ihre Haarpracht umwallt den Kopf. Wahrscheinlich ist dies die Stifterin. Auch sie hält in der linken Hand eine Fackel und rechts einen Kegel. Es handelt sich um das Wappen der Familie Breneisen.

Dies alles hat unser verstorbener Kirchenforscher Karl–Heinz Massing in mühseliger Arbeit herausgefunden.

Lothar Mehl


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