Aktuelle Meldungen aus der Gemeinde Sande

Sa, 01.12.2018Gemeinde gestaltet Gottesdienst – Die künftige Praxis des Gottesdienstes in unserer Gemeinde

Der Gemeindekirchenrat hat sich Gedanken über die gottesdienstliche Praxis in unserer Gemeinde gemacht. Ziel ist es, dass der Gottesdienst ein wichtiges Element des Gemeindelebens bleibt.

Dabei möchten wir veränderte Gewohnheiten der Menschen aufnehmen.

Wir stellten fest, dass zwei gleichzeitig stattfindende Gottesdienste sich häufig sozusagen Konkurrenz machen und gegenseitig Teilnehmer wegnehmen.

Unsere Gottesdienste zeichnen sich durch eine große Vielfalt von Beteiligten und Formen aus: Pastoren, Organisten, Küster, Lektoren und viele weitere Mitwirkende sorgen für lebendige Gottesdienste.

Diese Vielfalt einzuschränken wäre für uns die falsche Antwort.

Stattdessen haben wir uns entschieden, die Zahl der Sonntagsgottesdienste auf ein Gottesdienstangebot

pro Sonntag zu konzentrieren.

Wir wollen diese Maßnahme beginnend mit dem neuen Kirchenjahr – und das heißt auch: mit diesem Gemeindebrief – umsetzen:

Im Regelfall sollen also nicht mehr parallel in beiden Kirchen unserer Gemeinde sonntags morgens Gottesdienste stattfinden, sondern ein Gottesdienst im Wechsel zwischen St.-Magnus- und der Christuskirche.

Wobei wir sofort mehrere Erläuterungen geben möchten:

 

Zum Ersten: Selbstverständlich gibt es auch künftig diverse Sonntage, wo zwei Gottesdienste parallel stattfinden werden: z.B. am Erntedanktag oder zu Toten- bzw. Ewigkeitssonntag.

Erst recht bieten wir zu Weihnachten und an den großen Festtagen weiterhin eine Vielzahl von Gottesdiensten an und freuen uns über die große Nachfrage. Es wird also längst nicht überall gekürzt.

 

Zum Zweiten: Wir werden darauf achten, dass es immer wieder Abendgottesdienste gibt, mal in der einen, mal in der anderen Kirche. Diese werden häufig eine besondere Gestaltung bekommen – als „Themengottesdienste“ wie schon bisher, oder anders. Und sie werden zusätzlich zum 10-Uhr-Gottesdienst

angeboten.

 

Zum Dritten: Wir haben ja schon bisher an gar nicht so wenigen Sonn- und Feiertagen im Jahr nur einen einzigen Gottesdienst:

Denken Sie an die beiden Weihnachtsfeiertage, Altjahrsabend und Neujahr, Ostermontag oder auch die gesamte „Sommerkirche“.

 

Schon da sehen wir: Es funktioniert – und wer an einem Gottesdienst teilnehmen will, der schafft das, auch wenn der Weg vielleicht etwas weiter ist.

Übrigens, was diesen Punkt angeht: Wir planen, einen Fahrdienst einzurichten, der bei Bedarf Menschen aus Cäciliengroden nach Sande und aus Sande nach Cäciliengroden zu den Gottesdiensten mitnimmt. Das muss freilich noch genauer organisiert werden.

Wer Interesse daran hat, einen solchen Fahrdienst wahrzunehmen oder auch selber anzubieten, möge sich bitte zwecks näherer Absprache bei uns Pastoren melden.

 

Schließlich: Wir feiern abgesehen von den Gottesdiensten an Sonn- und Feiertagen regelmäßig viele weitere, zielgruppenorientierte Gottesdienste. Allein diese Gottesdienste summieren sich auf etwa 130 pro Jahr!

Aber selbst wenn wir einmal bei den Gottesdiensten an Sonn- und Feiertagen bleiben:

Als wir das neue System einmal konkret für ein Jahr durchgespielt haben, gelangten wir zu dem Ergebnis: Es werden künftig statt ca. 114 Gottesdiensten pro Jahr ca. 92 in unserer Kirchengemeinde stattfinden.

Das ist eine Reduzierung um etwa ein Fünftel.

Auf jeden fünften Gottesdienst zu verzichten – das ist kein „Kahlschlag“, freilich auch nicht nur „Kosmetik“. Hier wird den Realitäten Rechnung getragen, ohne eine „Radikalkur“ durchzuführen.

Und wer weiß: Vielleicht merken wir gerade bei einer Reduzierung von Gottesdiensten, was uns diese zentrale Lebensäußerung der Kirche wert ist!

 

Wir laden Sie herzlich ein, an unseren Gottesdiensten teilzunehmen!

Jörg Zimmermann


 


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