Aktuelle Meldungen aus der Gemeinde Sande

So, 25.08.2019LandTageNord: Zu den Menschen gehen

Andacht im Kirchenzelt mit Pfarrer Grohs am Sonntagmittag. Alle Fotos: ELKiO/Bärbel Romey

Der Posaunenchor Holle Wüsting begleitete die Andacht und den Gottesdienst musikalisch.

Ein Segensspruch und ein kleines Samentütchen wurde den vielen Menschen am Kirchenzelt auf der Landwirtschaftsmesse LandTageNord in Wüsting angeboten.

Viele Familien hatten großen Spaß beim Ziehen der Segenssprüche am Glockenturm.

Gelegenheit zum Gespräch vor dem Kirchenzelt.

Pfarrer Dietrich Jaedicke unterstützt beim Puzzeln des Umweltbildes.

Nicole Rosenboom aktivierte besonders gerne die Kinder, Fragen zur Umwelt am Quizrad zu beantworten.

Viele wollten es genau wissen bei den Fragen am Quizrad.

Michael Munzel, Pastor i.R. aus Sandkrug, hilft beim Quizrad.

„Hier bitte, möchten Sie ein Stück Blühwiese?“, ein kleines Samentütchen wurde den vielen Menschen angeboten, die am Kirchenzelt der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg und des Ev.-luth. Kirchenkreises Delmenhorst / Oldenburg Land auf der Landwirtschaftsmesse LandTageNord in Wüsting vorbeikamen.

 

Vier Tage lang wechselten sich die rund 40 Ehrenamtliche aus den Kirchengemeinden sowie Pastorinnen und Pastoren ab, um das diesjährige Thema Artenvielfalt mit Aktionen und Spielen zu begleiten und mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

 

Die 16. Landwirtschaftsmesse LandTageNord lockt vom in den vier Tagen (23. bis 26. August) Tausende Besuchende nach Wüstung bei Oldenburg. „Das ist die Gelegenheit für Öffentlichkeitsarbeit der Kirche“, weiß Dietrich Jaedicke, Projektleiter für das Kirchenzelt und Gemeindepfarrer der Kirchengemeinde Großenkneten. Gut sei, dass sich Ehrenamtliche, Pastorinnen und Pastoren, wie auch Hauptamtliche aus allen Kirchenkreisen hier einsetzten. „Hallo, du bist hier?“, hörten sie hier immer wieder, wenn Nachbarn oder Bekannte, die Messe besuchen, am Zelt vorbeikommen.  

 

Viele Besuchende seien überrascht, dass Kirche auf einer Landwirtschaftsmesse zu finden sei. Auch dass Kirche sich mit der Natur befasse, hätten viele nicht gewusst, bemerkte Jaedicke. „Aufmerksam machen und ins Gespräch kommen, ist genau das, was wir erreichen wollen – was der Auftrag der Kirche ist“, betonte er.

 

Doch gebe es auch viele „Stammkunden“, die seit Jahren im Kirchenzelt vorbeischauen, die Andachten regelmäßig besuchen und die unbedingt ihren Segensspruch aus dem Glockenturm ziehen wollen. Die Samentütchen würden immer gerne genommen, auch von Vorbeigehenden, die nicht ins Zelt kommen würden.

 

Viel Freude mit Kindern hatte am Quizrad Nicole Rosenboom, die Klimaschutzmanagerin der oldenburgischen Kirche und bemerkte: „Biodiversität kommt gut an.“ Gut fand sie, dass Besuchende die Hintergründe zu den Quizfragen wissen wollten und etliche gute Gespräch daraus entstanden seien. Wenn Einzelne zum Beispiel hörten, dass in Nordrhein-Westfalen 80 Prozent der Artenvielfalt zurückgegangen sei, wäre das Erschrecken schon groß. „Insgesamt ist das Interesse am Klimaschutz größer geworden“, stellte Rosenboom fest.  

 

Andacht im Zelt und Gottesdienst in der Scheune  
Die Andacht am Sonntagmittag im Kirchenzelt feierte Pfarrer Cornelius Grohs, (Pfarrstelle für Ehrenamt und Lektorenarbeit) mit musikalischer Unterstützung des Posaunenchors Holle-Wüsting unter Leitung von Martin Brink. Grohs stellte das Thema Segen in seiner Predigt und in den Liedern in den Mittelpunkt. „Die Menschen hier sind total aufgeschlossen“, bemerkte er erfreut. Besonders gut fand er die Idee, Samentütchen zu verteilen und so ins Gespräch zu kommen.  

 

Der Wüstinger Pfarrer Udo Dreyer lobte die besondere Atmosphäre im Zelt, die durch die aufgehängten Naturbilder entstanden sei. „Hier habe ich das Gefühl, in der Natur zu sein.“ Auch das Glücksrad und das Puzzle im Zelt fand Dreyer gelungen und wichtig.

 

Den Gottesdienst am Sonntagmorgen in der Scheune des Veranstalters Helmut Urban, nannte Pfarrer Dreyer einen „Gute-Laune-Gottesdienst“, erreicht durch ausschließlich positive Aktionen vieler Mitwirkender. „Die Menschen nehmen wahr, dass Kirche hier ist. Besonders, wenn während der Andacht das Zelt voll ist. Das ist doch ein Zeichen, dass Kirche hier ihren Platz hat. Auf diese Messe kommen Menschen vom Land, die noch eine starke Verbundenheit zur Kirche haben. Und das wollen wir weiterhin stärken“, betonte Dreyer.

 

Projektleiter Dietrich Jaedicke ist insgesamt zufrieden, obwohl in diesem Jahr etwas weniger Zulauf zu verzeichnen sei, vermutlich wegen des heißen Wetters. Er beobachtet und begleitet den täglichen Ablauf, weiß zum Beispiel, dass freitags und montags überwiegend Landwirte die Messe besuchen, die an den landwirtschaftlichen Produkten interessiert seien. Montags würden viele Landfrauen die Modenschau besuchen und die Haushaltsangebote prüfen. Am Wochenende kämen allerdings überwiegend Familien. Besonders Kinder strömten neugierig ins Zelt, um das Quizrad und das Puzzle auszuprobieren. Die Eltern würden dann meistens folgen.

 

„Wir haben hier auf der Landwirtschaftsmesse im Kirchenzelt in jedem Jahr ein anderes Thema, einen anderen Schwerpunkt. Die passenden Aktionen werden lange vorher in einem Team besprochen und vorbereitet. Nach einer Auswertung nach der diesjährigen Veranstaltung wird entschieden, wie es weitergeht.“

 

Ein Beitrag von Bärbel Romey.


Gesammelte Ideen aus der Gemeindeversammlung vom 28.10.2019 in Cäciliengroden

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