Leserbrief von Wanda Weerda zum Thema Kirchenschließung in Cäciliengroden

Gesammelte Ideen aus der Gemeindeversammlung vom 28.10.2019 in Cäciliengroden

Informationen zur Finanzsituation der Kirche

Die Kirchengemeinde Sande muss sparen:

Der Standort Cäciliengroden wird aufgegeben!

Das Gemeindehaus in Sande wird verkleinert!

 

Was ist passiert?

Der Gemeindekirchenrat der Ev.-lutherischen Kirchengemeinde Sande hat auf seiner Sitzung am 17. Juni 2019 beschlossen, die Christuskirche und das Gemeindezentrum „Die Brücke“ in Cäciliengroden bis spätestens 2027 zu schließen und das Gemeindehaus in Sande so schnell wie möglich zu verkleinern und die nicht mehr benötigten Flächen an andere Nutzer abzugeben. Diesen Beschluss und die Gründe dafür hat die Gemeindeleitung am 26. September 2019 in einer öffentlichen Gemeindeversammlung im ev. Gemeindehaus Sande mitgeteilt. Annähernd 180 Gemeindemitglieder nahmen die Gelegenheit, sich aus erster Hand zu informieren wahr. Die Einladung zu dieser Versammlung war allen Gemeindemitgliedern per Brief zugestellt worden.

 

Was sind die Gründe?

Wie die gesamte Evangelische Kirche in Deutschland, so sieht sich auch die Ev.-luth. Kirchengemeinde Sande mit der harten Tatsache konfrontiert, dass die Gemeindemitgliederzahlen zurückgehen. Die Zahl der Gemeindemitglieder sank von 4.698 im Jahre 2002 über 4.383 im Jahre 2008 und 3.679 im Jahre 2017 auf 3.512 zum Jahreswechsel 2018-2019. Das heißt: In den vergangenen 17 Jahren hat unsere Kirchengemeinde mehr als ein Viertel ihrer Mitglieder verloren. Trotz unserem Gottvertrauen sind wir nicht naiv: Realistisch betrachtet müssen wir davon ausgehen, dass sich dieser Trend noch eine ganze Weile fortsetzt und wir im Jahr 2030 rund 2500 Gemeindemitglieder zählen.

Was bedeutet das für die Finanzen?

In den vergangenen Jahren schon lebten wir von der Substanz. Für das Jahr 2019 rechnen wir mit einem Fehlbetrag von 17.000 Euro (siehe Grafik): Unserem Haushaltsbedarf von 132.000 Euro stehen lediglich Zuweisungen der Landeskirche in Höhe von 115.000 Euro gegenüber. Das Defizit können wir nur ausgleichen, indem wir auf unsere Rücklagen zurückgreifen. Diese betragen noch 234.000 Euro. Angesichts der oben genannten Mitgliederzahlen ist damit zu rechnen, dass die Zuweisungen der Landeskirche auf 103.000 Euro im Jahr 2030 sinken werden. Würden wir den Unterhaltungsbedarf für unsere Gemeindehäuser nicht senken, würden die Betriebskosten, normale Preissteigerungsraten von zwei bis drei Prozent vorausgesetzt, voraussichtlich auf 183.000 Euro steigen. Das Defizit allein im Jahr 2030 würde dann 80.000 Euro betragen. Bis dahin hätten wir allerdings unser Vermögen bereits aufgezehrt. Der Gesamtschuldenberg würde im Jahr 2030 auf 311.000 Euro angewachsen sein – unser Vermögen dürfte bereits 2025 (Pfeil in der Grafik) aufgezehrt sein.

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